Herzensangelegenheit Vol.1

Die Welt ein Stück besser machen Vol.1

80.000– Laut Experten werden jedes Jahr in Österreich 80.000 Tonnen Altkleider entsorgt. Eine sehr hohe Zahl wenn man bedenkt, dass die österreichische Bevölkerung mit gut 8 Mio. Einwohnern nicht gerade zu den am dichtesten besiedelten Fleckchen Erde der Welt zählt. Es sind also gut 10kg pro Person. Ein Großteil dieser Menge wird in Österreich gespendet, alte T-Shirts, Jeans und Pullover wandern in die Altkleidercontainer an der nächsten Straßenecke und treten von da aus ihre Reise quer über den Globus an.

Aber wie kommt es überhaupt dazu, dass so viele Kleidungsstücke entsorgt werden? Eine Frage die mich seit der Veröffentlichungen dieser Zahl – 80.000 – nicht mehr loslässt. Das unsere Mode und unser Kleidungsstil immer schnelllebiger werden, ist kein großes Geheimnis. Kollektionen von internationalen Moderiesen benötigen gerade mal zwei Wochen – von dem Erstellen eines Stilkonzepts mit Farben, Mustern, Stoffen etc. bis zur fertigen Auslieferung an die Filialen weltweit. Eine logistische Meisterleistung; auf hochwertigere Verarbeitung oder eine gute Materialqualität kann dabei natürlich keine Rücksicht genommen werden, dies würde den Zeitrahmen mehr als sprengen. Dieser Kreislauf von der Idee – ins Geschäft – in den Kleiderschrank – nächste Saison wieder in die Tonne, wird auch maßgeblich von uns Konsumenten beeinflusst. Wir sehen etwas, zum Beispiel auf der Straße, in Zeitschriften und denken: „Wow, sieht richtig cool aus, sowas brauche ich auch.“; rennen ins nächste Geschäft und kaufen, möglichst günstig, dieses Teil nach. Einige Zeit später merken wir dann vielleicht „Hey, es passt eigentlich doch nicht so zu mir“. Wir wollen es wieder loswerden, um in unserem Kleiderschrank Platz für neues zu schaffen. Anschließend beginnt dann das ganze wieder von vorne. Eigentlich wäre es gar nicht mal so schwer nochmal genauer zu überlegen, ob man dieses Teil jetzt wirklich will und es einem in einem Jahr auch noch gefallen wird. So könnten schon mal viele Spontankäufe, welche meistens dann wieder in der Tonne landen, vermieden werden. Auch die Qualität spielt eine entscheidende Rolle, gut verarbeitete Kleidung hält einfach länger als Kleidung bei der man aufgrund von Zeit und Kosten auf ein oder zwei Nähte verzichtet hat (Womöglich reißt die Jeans dann auch nicht, wenn man sie beim Trampolin springen intelligenter Weise angelassen hat). Klar, es ist um einiges kostspieliger beim Einkauf auf gute Qualität zu achten, anstatt drei T-Shirts bekommt man dann für 20€ nur noch eines. Aber wenn dieses eine T-Shirt, aufgrund seiner Passform, des Materials und der guten Verarbeitung dann zum langjährigen Lieblingsshirt avanciert, sind die beiden anderen Nicht-Käufe schnell vergessen und die 20€ gut investiert.

Natürlich fallen auch die besten Teile mit der Zeit auseinander, sei es aufgrund zu langen Tragens auf wilden Partys und Festivals oder wegen allerlei Akrobatikeinlagen. Wenn das Teil nicht mehr gerettet werden kann, können immer noch andere kreative Ideen weiterhelfen. Die alte Jeans kann zerlegt und etwas Neues daraus genäht, gebastelt oder geklebt werden. Aus einem zerrissenen T-Shirt, kann ein neues Shirt entstehen (sofern genug Stoff vorhanden ist und es keine Mikrogröße war). Wenn das gute Stück noch in besserer Verfassung ist, kann es weiter verkauft oder getauscht werden, mittlerweile bieten viele verschiedene Internetplattformen diese Möglichkeit an; so kann sich jemand anderes über ein neues und günstiges Teil freuen. Das Kleidungsstück erhält so ein zweites und hoffentlich langes Leben abseits der Tonne.

Wer noch keine Idee für die Umgestaltung ungeliebter Teile hat; noch nicht die passende Seite für den Verkauf oder den Tausch von unpassenden Kleidungsstücken gefunden hat, oder einfach nur neugierig ist, dem wird in Kürze geholfen. Über die nächste Zeit verteilt werden Anregungen, Ideen und allerlei nützliche Infos zu diesem Thema zusammengesucht und online gestellt.

So stay tuned! xx

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