Fashion Revolution

Herzensangelegenheit Vol.3 – Die Welt ein Stück besser machen.

Der Einsturz der Textilfabrik Rana Plaza in Bangladesch am 24.April 2013 forderte 1.138 Todesopfer. In Gedanken an die Verunglückten wurde der Fashion Revolution Day ins Leben gerufen, welcher auf die Umstände in ebenjenen Textilfabriken, wie Rana Plaza, hinweist. An diesem Tag, fotografieren sich Schneider, Designer und Co. in teilnehmenden Ländern und Firmen mit der Tafel „I made your clothes“. Um damit darauf hinzuweisen, dass diese Produkte unter fairen Umständen produziert werden. Und um dem sonst so undurchschaubaren Produktionsablauf ein Gesicht zu geben.

Was da in Bangladesch passiert ist, ist wirklich eine riesige Tragödie und zeigt der ganzen Welt, wie schlimm es wirklich in diesen Fabriken zugeht: Hunderte von Menschen zusammengepfercht, Tisch-an-Tisch oder besser gesagt, Nähmaschine-an-Nähmaschine, rund um die Uhr,bei 45°C und ohne richtige Belüftung. Das will und kann man sich als Europäer wahrscheinlich gar nicht richtig vorstellen. Doch etwas an diesen Bedingungen ändern? – Schwierig! Aber dennoch nicht unmöglich. Seit diesem Unglück, konnten zum Beispiel Brandschutzabkommen mit verschiedenen Fabriken in Bangladesch getroffen werden. Immer mehr (auch internationale Megakonzerne) setzen sich für bessere Arbeitsbedingungen und vor allem auch faire Verhältnisse in den Fabriken ein. In diesem Bereich hat die Clean Clothes Kampagne (CCK) schon richtig was vorwärts gebracht. Und wer  jetzt nur an Öko-Labels denkt, der irrt. Auch andere uns allen bekannten Namen (zum Beispiel die Inditex-Gruppe) sind auf gutem Weg die Bedingungen zu bessern, wenn auch noch viel mehr Veränderungen passieren müssen.

Die Frage die man sich selber stellen kann ist, weiß ich woher die Kleidung kommt die ich trage und was kann ich selber tun, um einen Schritt in die richtige Richtung zu machen; und sei es nur eine Petition zu unterzeichnen, welche sich für faire Arbeitsbedingungen einsetzt (zum Beispiel die der Clean Clothes Kampagne). Das wäre doch schon ein Anfang. Oder man entscheidet sich von nun an eine Baumwollplantage hinter dem Haus aufzuziehen und von der Faser bis zum fertigen Produkt – ganz nach dem Beispiel von Mahatma Gandhi – einfach nur noch selbst gemachtes anzuziehen. Oder man unterstützt die zahlreichen richtig coolen kleinen Labels in Österreich und Umgebung, die sich in den letzten Jahren entwickelt haben und die alles auch in Österreich fertigen lassen.

„Who made my clothes?“ Desto mehr Menschen sich dazu Gedanken machen, desto mehr Ideen und Verbesserungsvorschläge kommen zusammen. Gemeinsam kann mehr erreicht werden.

PS: Hier noch eine Firmencheckliste der CCK, die sicher für ein paar Überraschungen sorgt: http://www.cleanclothes.at/de/left-menu/2014/?preview

Bildquelle: fashionrevolution.org

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Verfasst von

Alles rund um Fashion und Lifestyle: DIYs, Upcycling, Reisen und mehr.

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